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Eintrag, für den mir kein Titel eingefallen ist

So, nun ein wirklich zusammenfassender Eintrag, damit es gleich darauf mit Aktuellem weiter gehen kann.

Ich glaube ich war zuletzt bei unserem letzten Abend bei den Zhangs.

In der kommenden Woche waren wir also damit beschäftigt uns  mehr oder weniger alleine in Kunming zurecht zu finden. Professor Chang ging gleich am zweiten Tag mit uns zur nächsten Polizeistation zur Anmeldung und half uns dabei einen Internetanschluss zu bestellen, welcher schon am darauffolgenden Tag installiert wurde. Es war nicht ganz einfach dem Professor zu erklären, dass wir keine Kabel, sondern W-Lan wollten. Als der Internettyp zusammen mit dem Professor Mittwochmorgens kam, war ich alleine zuhause, weil Björn in der Schule war (eigentlich hatte der Unterricht schon am 01.09. begonnen, was uns aber natürlich keiner gesagt hatte).

Irgendwie habe ich aber geschafft dem Professor das ganze zu erklären und so haben wir nun W-Lan, wie es sich gehört.

Anfangs hatte der Chang übrigens die Angewohnheit, einfach in die Wohnung reinzukommen wann und wie es ihm passte. Wir dachten schon wir müssten mit ihm mal darüber reden, aber mittlerweile klingelt er zuerst.

Donnerstags bin ich dann zum ersten Mal in den Unterricht gegangen. Wir haben jeden Tag von halb neun bis zwölf und mittwochs nur bis zehn Uhr. Kann man sich also nicht beschweren.

Der Unterricht selbst ist auch ok, eigentlich genauso wie ich ihn schon von meiner chinesischen Lehrerin Deutschland kenne. Die Grammatik ist im Grunde nur Wiederholung für mich, da ich das meiste schon im Grundstudium gelernt habe. Allerdings gibt es auch gar nicht so viel mehr Grammatik, ich frage mich was die Leute in den höheren Kursen machen. Naja, ich hätte wohl auch in einen höheren Kurs gehen können, aber die Lehrerinnen in meiner Stufe und die Mitschüler sind echt in Ordnung, von daher ist es schon ok so.

Das einzige, was ich absolut nicht ausstehen kann, ist Hörverständnis. Wir haben drei verschiedene Kursarten: Grammatik, Aussprache (was aber irgendwie fast das gleiche wie Grammatik ist) und eben Hörverständnis. Bei letzterem sitzen wir 90 Minuten da, hören uns irgendwelche Dialoge in grandioser Hörkassettenqualität an, sprechen das ganze dann wie Roboter nach und beantworten Fragen dazu. Immer das gleiche Schema, Lektion für Lektion – grauenhaft. Am Anfang waren wir nur drei Leute in dem Kurs, weil es allen anderen zu schwer war und die in eine niedrigere Stufe gegangen sind. Da war es umso schlimmer, weil man ständig dran kam und sich fast durchgehend konzentrieren musste. Letzte Woche sind Gott sei dank ein paar Schüler hinzu gekommen, wodurch es um einiges erträglicher geworden ist, da man beim Nachsprechen auch mal unauffällig vor sich hinmurmeln kann.

Ansonsten kann ich mich aber wie gesagt wirklich nicht beklagen. Es stört auch niemanden, wenn man öfters mal einen Tag lang fehlt. Erst ab drei Tagen hintereinander soll man der Vertrauenslehrerin Bescheid geben – was man auch im Voraus machen kann, wenn man z.B. übers Wochenende verreisen will. Ich schätze mal solange man nicht drei Tage die Woche fehlt und die Klausuren mitschreibt wird man hier keine Probleme bekommen.

Meine Mitschüler sind wie schon erwähnt mehr als erträglich und ich habe auch in anderen Klassen Leute gefunden, mit denen ich richtig gut auskomme. Da wäre z.B. Hanno, ein weiterer Deutscher. Mit ihm und den Vietnamesen aus seinem Wohnheim gehe ich immer Fußball spielen. Außerdem gehe ich mit ihm, Lena (Österreich) und Florent (Frankreich) oft Mittag essen.

Dann hätten wir Liam, einen Australier, ein echt netter Kerl, den man einfach mögen muss. Inzwischen spielt er auch mit uns Fußball, ich glaube aber dennoch, dass er schwul ist – was ja nicht schlimm ist, einfach nur eine Feststellung. Jedenfalls kam er letztens in Pyjamahosen in die Schule und als ich einmal in seiner WG war für 'nen DVD-Abend, saß er auch im Pyjama da und war einen Schal am Stricken...wobei ihm Ralph/Ralf (Österreich) half, der offensichtlich besser darin war und ebenfalls den ganzen Abend im Pyjama und mit einem Handtuch um den Kopf da saß. Wie gesagt, ist mir ja egal, wie die beiden drauf sind, nette Menschen sind sie allemal.

Zuletzt möchte ich an dieser Stelle noch Chris(tophe) erwähnen, ebenfalls ein Franzose, mit dem ich mich auch sehr gut verstehe. Er ist 26 und hat schon einiges erlebt, ist auch schon seit zwei Jahren in China, hat aber erst jetzt so wirklich angefangen die Sprache zu lernen (ist deswegen auch in Björns Klasse). Er isst lieber westliches Essen als chinesisches, was ich ziemlich witzig finde. Es gibt ein Café/Restaurant in der Nähe der Uni, was auf den simplen Namen „French Café“ hört und in dem Chris Stammgast ist. Die machen auch wirklich gutes westliches Essen und ich war jetzt auch schon einige Male dort, aber auf Dauer ist es schon ziemlich teuer – für chinesische Verhältnisse jedenfalls. Spaghetti Bolognese zum Beispiel kostet da 30 Yuan, eine Gemüsesuppe (die RICHTIG gut schmeckt) 16 und eine Cola 10, das sind also etwa 6,22€ für ein ordentliches Essen. Klar, in Deutschland würde man dafür locker 12-15 bezahlen, aber wenn man bedenkt, dass man hier in chinesischen Restaurants schon für unter einen Euro richtig satt wird, dann ist das schon viel. Ich mache mir aber trotzdem nie wirklich Gedanken um den Preis wenn ich im French Café esse.

Aber ich schweife ab, auf jeden Fall meinte Chris, wenn er nicht schon ein Zimmer hätte und das auch nicht schon für die nächsten vier Monate bezahlt wäre, würde er bei Björn und mir einziehen. Vielleicht ist unser drittes Zimmer ja in vier Monaten noch oder wieder frei, dann wäre das ja immer noch möglich. Ich hätte auf jeden Fall nichts dagegen, denn Chris interessiert sich nicht nur für Fußball, sondern zockt auch gerne. Er hat sich in Shanghai eine Wii gekauft und wird auch gerne für die ein oder andere Fifa-Session vorbei kommen, sobald ich es denn habe. Immerhin wohnen wir schon jetzt nur sieben Minuten Fußweg voneinander entfernt.

A propos Fußball und Kondition: Was ich bisher ganz vergessen habe zu erwähnen ist, dass wir hier ja auf 1800 Metern Höhe liegen und dementsprechend wenig Sauerstoff in der Luft haben. So haben Björn und ich in den ersten Tagen auch schon nach einer halben Stunde rumlaufen zu Schnaufen angefangen, obwohl wir erst kurz vorher aufgestanden waren. Es war als würde man ständig in voller Militärmontur rumlaufen, unfassbar anstrengend. Jetzt hab ich mich aber schon daran gewöhnt. Und wenn ich zurück komme und wieder beim Cage Soccer mitmache habt ihr einen echten Olic.

Auch essenstechnisch habe ich mich so langsam hier eingelebt. Die ersten paar Tage hatten wir ein bisschen Probleme mit dem Einkaufen, weil wir mit dem Zeug, was es in chinesischen Supermärkten gibt, so gar nicht klar kamen. Aber dann haben wir einen Carrefour bei uns in der Nähe gefunden und dort gibt es einiges an importiertem Essen. Die Preise entsprechen denn auch in etwa denen bei uns und der Käse (richtiger Käse in Scheiben oder am Stück) ist sogar um einiges teurer, abgesehen von so Sandwichscheiben. Auch der abgepackte Schinken oder die Salami schmecken natürlich nicht so gut wie zuhause (der Bacon ist dafür klasse), aber es reicht fürs Frühstück oder ein schnelles Sandwich zwischendurch. Niemals kaufen sollte man die Würste, von denen es hier jede Menge verschiedene gibt und die alle wie lecker Leberwurst aussehen. Ich weiß nicht genau wie die gemacht werden, ich schätze aber mal ähnlich wie Fischstäbchen: Man nehme die Fleischreste der letzten Woche und presse alles zusammen...leider schmeckt das Ergebnis bei weitem nicht so gut wie besagtes Fischprodukt.

Sooo, das soll als Zusammenfassung erst einmal reichen. Ich werde ab jetzt nur noch aktuelle Einträge verfassen und vielleicht hier und da noch eine ältere Erinnerung einfließen lassen, immer wenn mir halt noch was einfällt.

17.10.10 18:56
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ahmet (20.10.10 23:11)
你去过了龙头里马?


Markus (23.10.10 19:29)
没去过。
So, der André hat das also übersetzt? Schwach, schwach ^^

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