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Wollte eigentlich gestern schon weiter schreiben, aber heeey, ich bin lieber krank geworden, passend zum Ferienbeginn. :/

Aber dafür endlich der erste etwas zusammenfassendere Eintrag. ^^

 

01.09.-05.09

Wir waren wieder auf Wohnungssuche. Irgendwas passt ja immer nicht, aber hier sind es immer mehrere Dinge. Entweder zu dreckig, zu unmöbliert, keine westliche Toilette, zu weit weg von irgendwas, im x-ten Stock usw. Schließlich betrachteten wir eine Wohnung auf dem Campus einer Hochschule – oder so, ich weiß immer noch nicht genau, welcher Einrichtung unseres Systems dieses 'Metallurgy Institute' entspricht. Die Wohnung gehörte einem Professor jener Schule, der dann auch unser Landlord und somit unser Ansprechpartner bei Problemen wäre, was Tina für positiv erachtete. Im Gegensatz zu den bisherigen Apartments war dieses denn auch überraschend sauber, vor allem die Wände sahen gut aus. Der Professor erklärte uns allerdings, dass das Rohrsystem nicht das allerneueste wäre und wir beim großen Geschäft mit einem Eimer Wasser nachhelfen müssten. Dafür hätten wir für Küche und Bad kostenlose Solarenergie und alternativ Gas, sollte die Sonnenkraft nicht ausreichen.

Alles in allem gefiel uns die Wohnung sehr gut und wir versprachen uns zu melden.

Abends gingen wir natürlich wieder essen. Und zwar in ein Pekingente-Restaurant. Laut Tina wäre die Ente hier sogar besser als die 'richtigen' in Beijing, und viele Geschäftspartner hätten ihr das auch schon bestätigt.

Was mich anbelangt, so kann ich nicht beurteilen ob es dort besser ist als in Beijing selbst, aber auf jeden Fall war es für mich persönlich der kulinarische Höhepunkt der Woche. Außer der Ente (keine ganze Ente natürlich ^^) selbst hatten wir noch jede Menge anderer Gerichte auf dem Tisch, darunter Eselsfleisch, was auch ganz gut geschmeckt hat.

Am Donnerstag haben wir zunächst Bettwäsche gekauft, in einem Laden, der eigentlich mehr ein Großhandel ist und an Hotels verkauft. Aber dank Tinas Beziehungen war das kein Problem.

Merke: In China geht nichts über Beziehungen.

Danach sind wir zum Maklerbüro vom Vortag gegangen. Wir hatten uns für die Wohnung des Professors entschieden und ließen uns eine Kopie des Mietvertrages geben, damit Tinas Mann ihn sich abends mal ansehen konnte. Außerdem legten wir die Wohnungsübergabe für Samstag fest.

Nach getaner 'Arbeit' sind wir dann mit dem Bus in die Innenstadt gefahren und Tina zeigte uns 'Kundu', das Nachtclubviertel Kunmings. Der Name setzt sich zusammen aus dem Zeichen kun von Kunming und du für Hauptstadt, bedeutet also soviel wie 'Hauptstadt Kunmings'. :D

Nachmittags holten wir noch unsere Gesundheitszeugnisse ab. Natürlich gab es keine Ungereimtheiten und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Untersuchungen auch eher oberflächlicher Natur waren.

Das Abendessen war irgendwie sehr westlich. Es gab so eine Art Fleischbällchen (selbstverständlich mit Knochen), Kartoffel...pfannenmatsch...schwer zu beschreiben, auf jeden Fall lecker, Mais und Erbsen und gebratene Kidneybohnen. Tina schrieb uns später die Namen dieser Gerichte auf, da es die in nahezu jedem Restaurant geben soll.

Freitags...tja...um ehrlich zu sein weiß ich nicht mehr so genau, was am Freitag abging. So schlecht ist es also schon um mein Erinnerungsvermögen bestellt.

Was ich noch weiß ist, dass wir zu einer Bank gegangen sind, um Geld abzuheben, da wir die Kaution und fünf Monatsmieten im Voraus UND die Provision für die Maklerin in Bar bezahlen mussten – zusammen schlappe 1500 Euro. Und natürlich wurde meine (bzw. Papas) Kreditkarte aus irgendeinem Grund nicht akzeptiert. Der Automat behauptete, die Pin wäre falsch, obwohl sie es zu 100% nicht war. Als ich es am nächsten Tag mit meiner EC-Karte probierte, funktionierte das komischerweise problemlos (dafür aber 4 Euro Gebühren pro Abbuchung...).

Was wir an dem Tag sonst noch gemacht haben weiß ich grad echt nicht mehr. Also weiter zu Samstag.

Tag der Wohnungsübergabe. Schon als wir vor der Wohnung standen, bemerkten wir etwas, was am Mittwoch nicht zu hören war: In der Fabrik gegenüber wurde gearbeitet. Und die Maschinen waren nicht gerade leise. Hatte der Professor wohl vergessen zu erwähnen...

Wir hatten aber die Möglichkeit uns umzuentscheiden, noch war ja nichts unterschrieben. Wir hielten es jedoch nicht für zu störend, also setzte Björn seinen Karl-Heinz unter den Mietvertrag. Eigentlich war das sinnlos, weil er ja kaum Chinesisch spricht und ich bisher mit Professor Chang auch eigentlich meistens geredet hab. Aber gut, so habe ich wenigstens nicht die Verantwortung. :P

Jedenfalls erklärte uns der Professor dann noch wie man von Solar auf Gas und umstellt und wie man die Tür verschließt. Das stellte sich nämlich als gar nicht so einfach heraus, da die Tür zwei Schlösser hat. Aber alles halb so wild, im Normalfall schließt man ja doch nur eines ab.

Ach ja, den etwas veralteten Fernseher (ich tippe 70er) erklärte er uns auch noch, und wie man den DVD-Player daran anschließt...um dann schwarz-weiß DVDs gucken zu können. Top. Da musste auf jeden Fall ein neues Gerät her.

Am Sonntag luden Tina und ihr Mann uns bei unserer neuen Wohnung ab. Wir hatten das Bettzeug und diverse Putzutensilien mitgebracht und machten uns gleich an die Arbeit. Oder so dachten wir uns das jedenfalls, aber dann standen wir erst einmal vor der Waschmaschine und wussten nicht weiter. Ich konnte zwar mit Hilfe eines Wörterbuchs die Bedeutungen der einzelnen Tasten entziffern, viel geholfen hatte uns das allerdings auch nicht. Es gab keinen Regler für die Temperatur, und Programme wie Fein-/Buntwäsche auch nicht. Also irgendwas eingestellt und los.

Als die Maschine durch war, sahen die Laken und Decken irgendwie weniger weiß aus als vorher, aber nach dem zweiten Waschgang war das schon besser.

Die Wäsche hängt man in China übrigens generell draußen auf. Jede Wohnung hat zu diesem Zweck irgendwo außen so eine Art Balkon, wo eine Stange hängt an die man die Wäsche dran hängt. Gut, den Balkon hat nicht jeder (nur Bonzen wie wir :D), aber eine Stange gibt’s immer irgendwo.

Als wir mit Putzen und Waschen fertig waren sind wir wieder zurück zu Tinas Wohnung und haben kurz darauf das vorerst letzte gemeinsame Abendessen mit den Zhangs eingenommen.

2.10.10 20:20
 


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