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So, ab morgen habe ich eine Woche Ferien, da kann ich dann denke ich endlich auf den aktuellen Stand kommen. ^^

Ach ja, ich habe übrigens die Namen unserer 'Gönner' geändert, also wenn ihr euch fragt, wer diese Tina ist oder wer diese Zhangs sind, wisst ihr Bescheid.

 

31.08.

An jenem Tag waren wir zum ersten Mal an der Uni. Auf dem Weg dorthin ist mir wieder einmal der Verkehr aufgefallen. Die Hauptstraßen in Kunming haben vier Spuren: zwei für Autos, LKWs, etc., eine extra für Busse und eine für Fahrräder und E-bikes. Letztere gibt es sogar an jeder Straße, außer vielleicht in kleinen Nebenstraßen und Gassen. Von diesen E-bikes fahren unfassbar viele herum. Eigentlich sehr löblich, was mir an den Dingern aber gar nicht gefällt ist, dass man sie überhaupt nicht hört. Ich hatte schon die eine oder andere Situation, in der ich beinahe von hinten umgefahren wäre, weil ich einfach nichts gehört habe.

Aber zurück zur Uni. Dolles Ding, allerdings eher westlich geprägt, von der Architektur her jedenfalls. Als wir uns dann anmeldeten stellte sich aber leider heraus, dass die International School nicht auf dem Campus selbst ist, was ich ein bisschen schade fand. Ist zwar auch nur ein paar hundert Meter weiter, aber dennoch.

Uns wurde dann noch gesagt, dass wir zu dem in der Infobroschüre angegebenen Krankenhaus gehen sollten um die Gesundheitsuntersuchung zu machen. Auf unsere Frage, ob die unser teuer und zeitaufwendig in Deutschland angefertigtes Zeugnis akzeptiert würden, antwortete sie sie wisse es nicht.

Nach den Formalitäten trafen wir uns wieder mit Tina, die uns ein bisschen in der Umgebung der Uni herumführte. Wenn ich mich recht entsinne, haben wir dann auch direkt angefangen nach einer Wohnung zu suchen.

Hier gibt es überall Immobilienmakler – wirklich überall. Teilweise geht man an einem vorbei, biegt um die nächste Ecke und steht schon vor dem nächsten. Die darf man sich natürlich auch nicht wie bei uns vorstellen, das sind immer relativ kleine Büros, da ist mein Zimmer hier fast größer.

Tina hat für uns das Reden übernommen, ohne sie hätten wir das wohl kaum gebacken bekommen. Die erste Wohnung, die wir uns ansahen war...erschreckend. Zwei Zimmer, Bad, ein kurzer Flur, eine kleine Kochnische (deren Fenster zur Treppe außen zeigte, sodass die vorbeigehenden Leute reingucken konnten). Kaum möbliert, das Bad nicht sehr sauber, kurzum: Mist. Dafür war sie dann auch viel zu teuer, ich glaube 1800 Yuan (209€. Gut, sie lag günstig, fünf Minuten zur Uni und im Zentrum, aber hey.

Die zweite Wohnung war da schon um einiges besser, unweit der ersten. Drei Zimmer, Küche, Bad, Wohnzimmer, relativ sonnig. Aber: Zehnter Stock oder so, kein Aufzug und keine westliche Toilette, sondern nur so ein chinesisches Plumpsklo. Das Bad war auch nur so 5m² groß, alles ziemlich gedrängt, man hätte sich direkt zwischen Waschbecken und Klo geduscht, ohne jegliche Abtrennung. Das geilste war, Björn meinte, damit könne man ja noch leben...ähm, NEIN?!

Dann war erstmal Schluss mit Wohnung gucken.

Wir sind dann noch in ein Musem gegangen und haben uns eine kostenlose Daueraustellung über Yunnans früheste Geschichte angesehen. War sogar ziemlich interessant, es ging um ein Königreich, von dessen Existenz man erst vor kurzem erfahren hatte und welches man nun versuchte in die Geschichte einzuordnen.

Danach sind wir dann erstmal wieder nach Hause und später dann noch zu besagtem Krankenhaus.

Natürlich hat man unsere deutschen Dokumente nicht akzeptiert. Man will ja an uns Ausländern verdienen, wir haben es ja. Also mussten wir 50 Euro hinblättern und den ganzen Scheiß nochmal machen. Nur was in Deutschland mehrere Wochen und Besuche bei zwei bis drei Ärzten in Anspruch nahm, wurde hier innerhalb von 30 Minuten in ein und demselben Gebäude abgehandelt. Sehtest, Röntgen (ohne Schutzweste!), Ultraschall, Blutabnahme (Pflaster? Braucht keiner! Immerhin war es eine frische Nadel...). Am geilsten war die Urinprobe. Die Annahmestelle war im zweiten Stock, das nächste Stille Örtchen im dritten. Und selbstverständlich haben die nicht so praktische verschließbare Döschen wie bei uns, sodass ich beim runtergehen aufpassen musste, dass ich nichts verschütte.

Am Ende der ganzen Chose war ich ziemlich angepisst.

Wir sind dann wieder nach Hause und haben ein bisschen Boston Legal geguckt. Tina ist ein Fan der Serie und hat einige Staffeln auf DVD. Ich find sie auch nicht schlecht, also haben wir im Laufe der Woche zwei komplette Staffeln angesehen. :D

Abends sind wir dann Hühnchen essen gegangen. Aber nicht so ein schönes, knuspriges wie bei uns, was man sich dann selbst auseinander nimmt. Wir haben eine Riesenplatte hingestellt bekommen mit Hühnchenteilen. Natürlich war der ganze Spaß wieder sehr scharf, also haben wir noch ein Schälchen Sojasoße zur sprichwörtlichen Entschärfung des ganzen bekommen. Meistens hing das Fleisch auch noch am Knochen. Knorpel und sonstiges sind hier in China ganz normal, so ein richtig zartes Filet hab ich bisher noch nicht gesehen, hier wird nahezu alles verwertet. So habe ich denn auch an einem schwarzen Hühnerfuß rumgeknabbert (also richtig mit Krallen und so ^^). Tina meinte bei Geschäftsessen bekommt das immer nur der Chef. Es hat allerdings nicht viel hergegeben. Lecker war das Essen aber dennoch.

Wieder zurück wollte ich mal ein bisschen das Internet ausprobieren. Also Starcraft II gestartet und BAM „Ihr Account wurde gesperrt. Bitte wenden Sie sich an den Support.“ Geil, sobald man sich mit einer chinesischen IP einloggt wird der Account gesperrt, könnte ja ein Hacker sein. Finde ich eigentlich gut, hat auch nicht lange gedauert das ganze wieder zu entsperren. Ich bin aber mal gespannt, ob das gleiche passiert, wenn ich wieder nach Deutschland zurück komme.

29.9.10 18:10
 


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